Black Spots bei der 5D MkII

Nach einem Hinweis in einem Fotoforum habe ich auch mal gesucht, ob ich neben extremen Highlights auch dunkle Punkte finden kann:

Ich fand nix, was mich in der Praxis stören würde, das extremste Beispiel habe ich in voller Auflösung hochgeladen:

black_mg_9034.jpg

Blende:f/2,5
Brennweite:35 mm
ISO-Empfindlichkeit:3200

Meine erste Vermutung war: Das ist die Blaue Seite der Chromatischen Aberation und die Noise-Reduction zieht die dunkel, weil Sie die für blue spots hält. Aber das ist Unsinn, wenn man sich das ganze Bild betrachtet, sieht man, dass die Spots immer rechts liegen. Vielleicht eine Auslese-geschichte, die schlimmere Effekte verhindern soll.

UPDATE: Das Problem ist durch die neue Firmware 1.07 behoben: http://web.canon.jp/imaging/eosd/firm-e/eos5dmk2/firmware.html

Erste Tests bei 6400ISO und Nachlichtern habende Effekt mit der neuen Firmware auch nicht reproduzieren können.


Erste Eindrücke Canon Eos 5D MKII

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Ich habe heute mittag meine 5D MKII abgeholt und bereits ein paar Testschüsse gemacht. Und damit ich hier nicht so viel schreiben muss und Sie sich ein eigenes Bild machen können, habe ich diese auf meine flickr-Seite in der vollen Auflösung hochgeladen. Es handelt sich um Original-JPEGs aus der Camera. RAW habe ich mitgeschossen, aber noch nicht bearbeitet bislang. Das Bild oben ist bei 3200 ISO aufgenommen worden, das untere ein 100%-Ausschnitt aus einen 6400ISO-Bild. Auch 12800 ISO sind noch sehr brauchbar, 25.600 ISO für kleiner Abbildungsgrößen immer noch sehr gut verwendbar. Video ist auch gut handhabbar, allerdings geht mein Rechner beim Abspielen schon etwas in die Kniee. Die Menüführung und der Bildschirm sind deutlich besser als bei der 5D und der Sucher ist ein Fortschritt. An das Auslösegeräusch muss ich mich erst noch gewöhnen.

Später mehr…

6400_img_8781.jpg

Update: Inzwischen habe ich mit der neuen Kamera das domicil besucht, unseren Jazz-Club in Dortmund. Ich war überrascht, wie gut der Sucher ist, die Bildqualität ist ein ganzes Stück besser als bei der 5D und die Reserven in der Empfindlichkeit spektakulär. Ich habe das Gefühl, dass auch der Autofokus besser arbeitet, obwohl er nicht geändert wurde, aber das werde ich im Vergleich noch einmal genauer überprüfen. Die Akku-Laufdauer ist auch angenehm, ich habe mit sehr viel Bildschirm und Video knapp 8GB belichtet und gerade mal 30% verbraucht (Es gibt im Moment auch noch keine Ersatzakkus, so ist das wirklich wichtig, dass man mit einem gut klar kommt.)

Die Bedienung ist wirklich inuitiv, die Kamera fühlt sich nach wenigen Stunden so an, als hätte ich ewig damit gearbeitet, das Favoritenmenü ist großartig. Da hat jemand nachgedacht, es macht sehr viel Spaß in der Praxis.

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Hoodstock Party

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Selten so viel Spaß bei einer Nacht auf der Polizeiwache gehabt. Gestern fand eine Hoodstock-Party in der alten Wache in der Silberstraße statt, die bald abgerissen wird. Anlässlich des zehnten Geburtstages des MSF-Soundsystems, die wirklich sehr gut waren, nur war der Raum etwas klein.

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Ich hatte wieder Gelegenheit, Bilder zu machen, leider noch nicht mit der 5D MkII, deren drei Blenden mehr Empfindlichkeit ich manchmal gut hätte gebrauchen können. Die Fotos findet man auf meiner flickr-Seite.

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alle

Photoshop Elements 6 für Digitalfotografen

Christian Westphalen

Galileo Design
448 S., 2008, geb., komplett in Farbe, mit DVD
39,90 Euro, ISBN 978-3-8362-1164-2
Vergriffen

Falls das jemand zu Weihnachten verschenken möchte, sollte er das bald besorgen, mein Verlag hat schon keine mehr. Ende Januar kommt aber auch schon das neue Buch:

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Halloween in der Matrix

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Die Matrix in Bochum ist wahrscheinlich einer der schönsten Orte, um Halloween zu feiern oder zu fotografieren. Für mich ist es fast schon zum Brauch geworden, am 31.10 dort aufzutauchen. Diesmal zum ersten mal mit dem 35er/f1.4, dass ich  fast den ganzen Abend nicht von der Kamera geschraubt habe. Die komplette Auswahl des Abends kann man sich auf meiner Flickr-Seite ansehen.

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Weiterlesen


Blitz: Flash did not fire

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„flashlight“ ist im Englischen nicht das Blitzlicht, sondern die Taschenlampe. In den letzten Wochen habe ich vermehrt Taschenlampen zum Licht setzen verwendet, weil sie einem eine unvergleichliche Kontrolle darüber geben, wo wieviel Licht aus welcher Richtung aufkommt. Photographie aus dem Griechischen ins Englische übersetzt könnte auch Lightpainting heißen 😉

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Die LED-Technik führt dazu, dass ich innerhalb von 100 Sekunden eine 20 Meter tiefe verfallene Industriehalle ausleuchten konnte. Das ist auch der Empfindlichkeit der aktuellen Digitalkameras geschuldet, mit einer Großbildkamera hätte ich früher mindestens die sechszehnfache Lichtmenge benötigt, und da ist der Schwarzschildeffekt noch nicht berücksichtigt.

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Die Lichtfarbe ist annähernd weiß, so dass mit einem Blaufilter eine gut verwendbare Helligkeit erhalten bleibt. Und durch die Bewegung der Lichtquelle lässt sich eine viel größere simulieren, es gibt keine sich überlagernden Schatten wie beim Mehrfachblitzen. Und das beste: Es kostet fast nichts, wiegt kaum etwas und man kann damit sogar im Dunkeln lesen oder verhindern, dass man nachts im Landschaftspark die Treppen runterfällt.

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"Irrsinn" wird Wort des Jahres

Der Neoliberalismus verabschiedet sich gerade mit einem Feuerwerk. Nachdem schon vor zwei Jahren die ersten Bush-Berater meinten, dass sie das so nicht gemeint hätten, und falls doch, wäre es trotzdem nicht richtig gewesen, zerplatzen nun die letzten Reste. Die Bilanz der Regierung Bush ist auch wirklich sehenswert:

  • Verlust der Glaubwürdigkeit durch die „Weapons of Mass-Destruction“-Farce
  • Ein komplett sinnloser Krieg im Irak
  • Massiver Verlust des Ansehens bei befreundeten Nationen
  • Einschränkung der Rechtstaatlichkeit durch Militärgerichte und Überwachungslisten
  • Die notwendige Umstellung der amerikanischen Automobilindustrie wurde zu lange verzögert mit fatalen Folgen für einzelne Firmen.
  • Unterdrückung von Forschungsergebnissen zum Klimawandel
  • Verhinderung einer wirksamen Kontrolle von Wirtschaftprozessen und Mitschuld an einer massiven Wirtschaftskrise
  • Miserables Katastrophen-Management beim Hurrikan Katrina
  • Verottenlassen der Infrastruktur

Und die Kernidee, dass freie Märkte sich von allein sinnvoll regulieren, wird gerade so ad absurdum geführt, dass man schon wieder lachen muss. Das hat auf den Osterinseln oder mit den Tulpenzwiebeln auch nicht funktioniert.

Um nicht missverstanden zu werden: Ich bin keinesfalls für zu große Eingriffe des Staates in die Wirtschaft und auch nicht antiamerikanisch eingestellt. Ich würde mich nur über ein Amerika freuen, das freundschaftliche Beziehungen wieder langfristiger denkt und weniger nach aktuellem Bedarf,  das Guantanamo dicht macht, den Fortschritt fördert und nicht verhindert und das heil rauskommt aus den Problemen, die es sich zum Teil selber geschaffen hat.

Denn es könnte auch alles noch viel schlimmer komen: Stellen Sie sich vor, in einem Jahr stirbt der gewählte Präsident McCain während einer Krisensituation an einem Herzinfarkt und Sarah Palin ist verantwortlich.

P.S.: Woran merkt man, dass die Wirtschaft in der Krise steckt? Sonntag wird der wichtigste Börsentag.


Come on, we’ve got the Megapixels

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Nachdem es in den einschlägigen Foren ins Phantastische abdriftete, wurde heute die neue 5D MkII der Presse vorgestellt. Sie entspricht ziemlich genau meinen Erwartungen, das einzige, was mich überrascht hat war, dass es nichts Überraschendes mehr gab.

Das kann sie:

  • 21,1 Megapixel
  • Video Full HD
  • ISO 100-6400, erweiterbar auf 50-25.600
  • 98% Sucherabdeckung
  • 3,9 Bilder/Sekunde
  • neues Anti-Staub System
  • VGA-Bildschirm in 3 Zoll
  • Live-View
  • sRAW in 10 und 5,2 MP
  • Neue Menustruktur und bessere Anpassbarkeit
  • Tonwertpriorität und Rauschunterdrückung konfigurierbar

Im Web sind viele am Klagen, weil sie sich noch mehr erhofft haben, vor allem, was die Schnelligkeit und den AF betrifft. Für meine Art zu Arbeiten ist dies allerdings ein nahezu perfektes Werkzeug. Ich habe mir vor allem eine bessere Auflösung und Empfindlichkeit erhofft. In vielen Kleinigkeiten habe ich mich über die Detaillösungen sehr gefreut, z.B. dass die Belichtungsreihen in Verbindung mit der Belichtungskorrektur einen Spielraum von +-4 Blenden haben statt 2. Wahrscheinlich wird diese Kamera für ein paar Monate die beste Bildqualität von allen DSLR im Kleinbildformat bieten, bis die nächste 1DS MkIV auf dem Markt ist oder Nikon einen großen Schritt nach vorn gemacht hat.
Ich mache mir keine Illusionen über die erforderliche Objektivleistung für diese Auflösung. Einige meiner Objektive werden damit gut zurecht kommen. Bei Anderen wird es so sein, um es positiv auszudrücken, dass der neue Sensor Ihre gesamte Leistung nutzen kann ;).

Die detailliertesten Informationen zur neuen Canon findet man im Moment unter:

http://www.dpreview.com/previews/canoneos5dmarkII/

Fazit: Für meine Anforderungen absolut rund. Ohne Zweifel meine nächste Kamera. Meine 5D werde ich nicht verkaufen, weil ich von ihrer Qualität immer noch überzeugt bin.


Destined Evolution

Wer vermutet, dass damit der lang erwartete Nachfolger der 5D gemeint ist, liegt richtig, aber trifft den Punkt nicht. Canon hat Zukunftstechnologien auch früher eine Baureihe unter den Profigeräten ausprobiert, wie die Augensteuerung der Eos 3. Diese hat sie damals zu recht nicht in die 1V übernommen, weil Sie technisch nicht ausgereift war und die meisten sich wohl mit den Augen auf das Motiv konzentrieren möchten, ohne damit den Fokus zu verändern.

Ich erwarte einen ziemlichen Schritt nach vorne und eine Kamera, die tatsächlich wieder drei Jahre auf dem Markt sein kann, ohne alt auszusehen. Und ich denke, dass die Kamera endlich Video mitbringen wird. Und zwar nicht als Spielzeug, sondern als Notizfunktion und Produktionswerkzeug, zumindest für den journalistischen Bereich. Dann wäre ein neuer externer Blitz mit Videoleuchte (LED) eigentlich naheliegend, auch schön als Einstell-Licht.

Heute wurde die Sony A900 vorgestellt, eine Kamera mit gut 24 Megapixeln und Vollformat-Chip. Im Bereich der hohen ISO-Werte kommt sie nicht an die 1Ds MkIII heran, aber für den Studiofotografen wird das kein Unterschied machen, wohl aber die 3000$ statt der 8000$ auf dem Preisschild. Es hieß, der Chip wäre Sony-exklusiv, was mich eine hochauflösende FF-Nikon zur diesjährigen Photokina nicht mehr ganz so sicher erwarten lässt. Entweder kam Nikon mit dem Rauschverhalten nicht zurecht, oder Sony ist Nikon an die Karre gefahren. Vielleicht kommt ja auch etwas anderes als vor einem halben Jahr vermutet.

Das Schöne ist: Wir werden es bald wissen.


In der Hitze der Photokina

Canon hat mit einem simplen Teaser das Netz zum kochen gebracht. Zumindest den Teil des Netzes, der auf den Nachfolger der Eos 5D wartet und die Photo-Nerds. Ich zähle mich jetzt einfach mal dazu ;). Es gibt inzwischen schon Forenteilnehmer, die bis zu 4 neue Vollformatkameras antizipieren. Das ist offenkundlich Unsinn, denn Canon wird seine Produktstrategie nicht verwässern. So wie Kodak es damals mit seinem Filmprogramm vorgemacht hat ;). Ich selbst gehe nur von einer einzigen aus, die wahrscheinlich unter dem Namen Eos 7D auf den Markt kommen wird und die entweder ziemlich aufsehenerregende Eigenschaften haben wird oder zum PR-Gau wird. Hier tippe ich auf ersteres. Wir werden es bald wissen.

Ich erwarte für die Photokina einen Trend zu Vollformatchips im Midrange und Profibereich und zu deutlich höheren ISO-Empfindlichkeiten, die sich sinnvoll nutzen lassen. Auch im digitalen Mittelformat werden wir ein paar schöne Neuigkeiten erleben, wie Chips, die endlich an die Rollfirmformate rankommen.

Ich vermute auch, dass über den Umweg der Live-View-Fähigkeiten, weiterhin Videofähigkeiten in die Kameras Einzug halten werden und sich ein Paradigmenwechsel ankündigt, den ich schon lange erwarte: Die Suche nach dem „besonderen Moment“ wird ins Postprocessing wandern, wenn die Kameras in der Lage sind, HD-Video (und später mehr) in der nötigen Bandbreite und Qualität in den Speicher zu befördern. Das wird zuerst und hauptsächlich in der Sport- und Reportagefotografie angewandt werden und auf eine gewisse Weise ist es ja schon da: Nikon hat die D90 mit HD-Video auf den Markt gebracht und kleine Amateurkameras schießen schon lange Serien, aus denen sich der Fotograf dann das beste aussucht.

Es werden auf Dauer immer mehr Features in die Logik der Kamera oder Software wandern, wie es Nikon mit der D3 und dem rechnerischen Entfernen der Chromatischen Aberration vorgemacht hat.. Das Auge ist ja auch nur der „vordere Teil des Gehirns“

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Nachdem viele von uns auf der letzten Photokina sich innerlich von der analogen Fotografie und denen mit Ihnen verbundenen Firmen wie Agfa, Polaroid, Ilford etc. verabschiedet haben, wird diesesmal nach vorn geschaut werden und die Phototechnik sich auf einem Level präsentieren, den manche nicht so schnell für möglich gehalten haben.

Das Auflösungsrennen geht jedenfalls bald vorbei und selbst das Thema Rauschen wird für die großen Sensoren der Vergangenheit angehören. Sinnvolerweise sollte man jetzt die Themen Dynamikumfang und Objektivausflösung angehen und neue Konzepte z.B. in Bezug auf die Tiefenschärfe ausprobieren. Auch hier gibt es schon Prototypen, die die Festlegung auch im Postprocessing erledigt wird.


St. Joseph in Le Havre

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Es wäre schade, wenn Sie, sollten Sie mal durch Le Havre kommen, einen Besuch in dieser Kirche verpassen.

Le Havre ist im Krieg sehr stark zerstört worden und später nach Entwürfen des belgischen Architekten Auguste Perret wiederaufgebaut worden. Klare 50er Jahre-Architektur, die gut ans Meer passt und etwas an Osteuropa erinnert. Inzwischen ist die Stadt Unesco-Weltkulturerbe.  Die  Hauptkirche St. Joseph ist  im Innenraum atemberaubend spektakulär. Über dem Altar ist ein achteckiger Turm mit farbigen Glasbausteinen, der eine lichte Höhe von 87 Meter hat, außen 107 m.  Die Betonträger sind klar sichtbar und aus dem Turm füllt eine Windharfe den Raum mit Klang.

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Diese Wendeltreppe würde ich gerne mal hochsteigen und in dieser Kirche „richtig“ fotografieren. Vielen Dank an Soenne für den Tipp.


Zurück aus Frankreich

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Ich bin wieder im Lande. Nach zwei Frankreichtouren ist nun bis auf weiteres Arbeiten in Dortmund dran. Das schlechte Gewissen hält sich aber im Rahmen, da ich ausgiebig zum Fotografieren gekommen bin. In der nächsten Zeit werde ich ein wenig davon hier veröffentlichen. Zum Anfang zwei Bilder aus Le Tréport. Je länger man in Frankreich ist, desto mehr lernt man das Land zu schätzen. In mancher Beziehung habe ich nun das Gefühl, zurück bei den Barbaren zu sein. Das fing aber in Belgien schon an 😉

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