Oldschool Bildbearbeitung

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Im Ungarn der 50er Jahre konnte man schon recht gut photoshopppen. Ohne Photoshop natürlich. Verschwenderische Deko, gute Laune und der Junge, den es nicht gab. Das ergibt eine überzeugende Mischung, die auch ca. 52 Jahre später noch Freude bereitet.


Erfahrungsbericht Adobe Photoshop CS5

Nach ersten Arbeiten mit Photoshop CS5 möchte ich meine Erfahrungen weitergeben an alle, die überlegen, ob Sie updaten wollen. Die Kurzform ist: Auf jeden Fall!

Photoshop CS5 ist jetzt auch auf dem Mac eine 64Bit-Anwendung,  unter der Haube ist also eine Menge passiert. Ich will garnicht alle Neuigkeiten beschreiben, das würde den Rahmen sprengen. Allerdings möchte ich kurz auf die Dinge eingehen, die mir in meiner fotografischen Arbeit am meisten gebracht haben:

  • Adobe Camera Raw: Die Rauschentfernung ist um Längen besser geworden, ein himmelweiter Unterschied zu allem was vorher da war. Aber noch besser ist, dass die komplette Objektivkorrektur (Verzerrung, CA, Vignettierung) jetzt automatisch nach Objektivtyp im Raw-Konverter möglich ist (ab ACR 6.1).
  • Lens Correction: Auch innerhalb von Photoshop lässt sich die Objektivkorrektur aufrufen. Falls Sie eine Kombination von Kamera und Objektiv besitzen, für die noch kein Profil besteht, können Sie dieses ganz einfach selbst erstellen: Sie fotografieren eine Schachbrettmustervorlage 9 mal, so dass Sie rechts-mitte-links und oben-mitte-unten im Bild erscheint. Sie müssen dabei nicht genau planparallel arbeiten, sondern dürfen die Kamera auch verschwenken, was den Vorgang sehr einfach macht. Die Profile können Sie dann mit einem Klick an Adobe senden, so dass sie auch allen anderen Photoshop-Anwendern zur Verfügung stehen.
  • HDR-Pro: Die neue Version der HDR-Erzeugung ist deutlich besser geworden, auch aus komplizierten Belichtungsreihen lassen sich gute HDRs erstellen, die nicht so fürchterlich unnatürlich aussehen.
  • HDR-Tonung: Selbst auf normale 8-Bit oder 16-Bit-Bilder lassen sich die Steuerungsmöglichkeiten von HDR-Pro anwenden. Damit haben Sie eine so weitgehende Kontrolle über die Kontraste, wie es vorher nicht vorstellbar war. Auch früher fast unverwendbare Bilder lassen sich damit aufbearbeiten (siehe das Dolomiten-Bild, das ich vor einiger Zeit hier gepostet habe)
  • Content-Aware-Fill: Das Inhaltssensitive Füllen ist ähnlich dem Reparaturpinsel, nur dass Sie damit große Bereiche auf einmal ergänzen können und das Ergebnis besser ist, als Sie es selbst in langer Arbeit hinbekommen würden. Den weißen Rand eines Panoramas aufzufüllen, den man sonst weggeschnitten hätte, ist damit kein Problem. Das Werkzeug ist erschreckend gut.Das obere Bild ist das Ergebnis von Photomerge Panorama. Der Rand wurde ausgewählt, um 3 Pixel erweitert und inhaltssensitiv gefüllt. Unten sehen Sie das Ergebnis ohne jede weitere Nachbearbeitung:
  • Minibridge: Eine kleine Version der Bridge kann jetzt wie eine Palette in Photoshop verwendet werden. Ein nützliches Detail, wenn man Objekte in die Arbeitsfläche ziehen will.
  • Puppet-Warp: Das Formgitter erlaubt praktisch beliebige Verformungen eines Bildes. Dabei können Sie Fixpunkte, Drehpunkte und Verschiebepunkte definieren und bekommen eine weitreichende Kontrolle über die Geometrie eines Bildes.
  • Diverse Neuigkeiten: Die Pinsel sind komplett neu, Farbmischungen sind praktisch unbegrenzt möglich. Die Bedienung hat sich in vielen Bereichen verbessert, so lässt sich mit einem Klick nun ein Bild geraderichten und beschneiden. Die Oberfläche lässt sich noch besser anpassen und OpenGL ist stärker integriert.

Die neuen Möglichkeiten benötigen teilweise mehr Ressourcen als das in CS4 der Fall war. Ich habe auf  Windows 7 64Bit umgestellt, um den Speicher besser nutzen zu können. Mein Power Mac Quad hat noch keinen Intel-Prozessor und CS5 läuft auf ihm nicht mehr. Sobald der neue Mac Pro rauskommt, wird er deswegen verkauft. CS5 sollte auf 64 Bit laufen, um wirklich Spaß zu machen. Die Erfahrungen im Beta-Test waren sehr erfreulich, Adobe ist eine Firma, die ihren Kunden gut zuhört und offen und freundlich kommuniziert. So findet man sich in fertigen Produkt als Kunde wieder und sieht eigene Vorschläge umgesetzt, die die eigene Arbeit erleichtern und angenehmer machen.

Mein persönliches Fazit ist: CS5 ist das wichtigste Update seit der Einführung von Ebenen in Photoshop 3 (3, nicht CS3). Die Entwickler haben fantastische Arbeit geleistet, ich wünsche Ihnen eine schöne Feier heute abend.

Mehr Informationen finden Sie hier: http://www.adobe.com/products/photoshop/photoshop/whatsnew/


Dolomiten

Leider komme ich im Moment nicht zum Reisen. Für meine Buchprojekte gehe ich jedoch gerade die Aufnahnen meiner letzten Touren durch. Hier ein Bild aus den Dolomiten, welchess im Original deutlich kontrastärmer ist. Wie ich das bearbeitet habe, erzähle ich ab 12.4 ;).

Am 12. April stellt Adobe Photoshop CS5 vor und auch meine Schweigepflicht als Betatester endet an dem Tag. Vielleicht darf ich trotzdem schon andeuten, dass ich absolut begeistert bin.


Bildschirmkalibration und die HiFi-Falle

Bildschirmkalibration mit Spetralphotometer

In den letzen Tagen habe ich einiges unternommen, um die Arbeitsumgebung unter Mac OS 10.5 zu optimieren. Scanner-Firmware-Update, aktuelle Softwares installieren, Qualitätsvergleiche der verschiedenen Scansoftwares und RAW-Konverter etc. Und nicht zuletzt die Bildschirme neu kalibriert. Der Eizo ist jetzt sicherlich für die bildmäßige Fotografie gut genug, aber je länger man sich mit Colormanagement auseinandersetzt, um so pingeliger wird man. Und ich habe 1998 damit angefangen, als Photoshop 5.0 das erstmal sinnvoll einsetzbar werden ließ. Ein ganz leichter Stich im Fast-Schwarz und winzige Helligkeitsschwankungen im Grauverlauf lassen mich von Hardware-kalibrierbaren Monitoren mit großem Farbraum träumen. Aber man muss aufpassen, dass man nicht in die HiFi-Falle tappt, denn besser geht immer und good enough ist (erstmal) genug.


Ein zweiter Blick

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Bei erneuten Anschauen habe ich bemerkt, dass sich das Bild ein wenig sperrt, was an Leserichtung und Schwerkraftwahrnehmung zu liegen scheint. Um 90° gdreht wird es besser.


Planet Nummer 1

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Ich habe vor einiger Zeit mal Miniplaneten im Internet gesehen, die kugelförmige Verzerrungen von Panoramen waren. Heute habe ich bisschen nachgedacht und reproduzieren können, wie die entstanden sind. Es ist ganz einfach:

1: Man nehme ein 360° Panorama

2. Skaliert es auf ein quadratisches Format

3. Dreht das Bild um 180°

4. Filter/Verzerrungsfilter/Polarkoordinaten/rechteckig->polar

Dann beschneidet oder retuschiert man die Ecken: fertig

Wenn man kein 360°-Pano hat wie ich, wählt man vorher Filter/Sonstige/Filter/Verschiebungseffekt. Verschiebt die Nahtstelle der Enden weiter in die Mitte und pfuscht das mit dem Reparaturpinsel und Stempel nahtlos zusammen.


Ruhruniverstität extrem

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Ich weiß nicht, ob ich im letzten Posting unfair war zu Photoshop. Manchmal bekommt es Dinge hin, die man kaum geglaubt hätte. Wie zum Beispiel dieses zylindrische Ultraweitwinkel-Panorama der Ruhruniverstät Bochum inkluvive automatischem Horizontausgleich.

Ich finde die utopische 60er/70er-Jahre Architektur faszinierend. Zum Teil hat sie etwas abschreckendes und am Menschen vorbeigeplantes, zum Teil ist sie ganz fantastisch und eröffnet großartige Aussichten. Ein mutiger Entwurf, der teilweise gescheitert ist. Ich werde jedenfalls noch häufiger zum Fotografieren dort hinfahren und eine freie Arbeit darüber machen.


Das fertige Cover

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Auf den Seiten von Galileo-Design lässt sich mein neues Buch bereits komplett durchsuchen, ein Teildownload ist als PDF verfügbar und seit heute kann man dort auch das endgültige Aussehen des Covers betrachten. Ich personlich mag es lieber als das vorige.


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